Das zentrale Anliegen der 3 parallel ablaufenden Foren (Arbeitskreise) ist es, anhand der konkreten Themen die Bedürfnisse von RichterInnen, AnwältInnen, Parteien, Sachverständigen und MediatorInnen für Causen, die bereits gerichtsanhängig sind, gemeinsam herauszuarbeiten. Wichtig dabei ist, welche Konsequenzen sich dabei für die einzelnen Berufsgruppen und für die Justiz ergeben können, wie die Kommunikation und wie Abläufe gestaltet werden sollen.
Am Beginn steht die Präsentation des Themas, der ein Erfahrungsaustausch und eine Diskussion folgen wird.
Die wichtigsten Aussagen und Ergebnisse jedes Forums werden von einem Beobachterteam fesgehalten und zum Abschluss des Tages dem Plenum präsentiert. Damit soll ein umfassender Überblick über die Veranstaltung für alle Teilnehmer sichergestellt werden.
Forum 1: Prozesskosten und Risikoanalyse
Dr. Reiner Ponschab und Dr. Siegbrecht Bregenhorn von EUCON Deutschland
Die Risikoanalyse ist ein besonders geeigneter Versuch einer rationalen Bewertung der Prozesschancen, und dient damit der Korrektur von überoptimistischen Einschätzungen. Rechenmodell für Konfliktkosten und potentielle Kosten der Austragung vor Gericht.
Vorteile und Grenzen einer Modellrechnung, Evaluierung anhand konkreter Fälle.
Forum 2: Schnittstelle Gerichtsbarkeit und Wirtschaftsmediation
Dr. Ute Hagassner und Dr. Max Josef Allmayer Beck - forum wirtschaftsmediation
Was sind die konkreten Schnittstellen in der Interaktion zwischen der klassischen juristischen Methode und Mediation als eine Form der außergerichtlichen Streitbeilegungsmethode:
Gesetz - Konfliktdiagnose - VerhandlungsrichterInnen/MediatorInnen - Rechtliche Expertise in der Mediation - Verschwiegenheit - Gericht und andere ADR - und welche gibt es noch?
Forum 3: Lösungsqualität und Fachkompetenz
MMag. Juliana Ghasemipour, Dr. Christine Mattl - forum wirtschaftsmediation
Wir wollen mit Ihnen ein heftig diskutiertes Thema im Zusammenhang mit Mediation erörtern:
Benötigen MediatorInnen fallspezifische Fachkompetenz, oder genügt es, wenn Sie die Sprache der MediandInnen verstehen und um Vertrauen zu MediandInnen aufzubauen? Reicht die Fachkompetenz als Mediator/Mediatorin aus um eine gute Lösung für die Medianden zu erreichen, oder kann Fachkompetenz die Qualität eine Lösung in der Wirtschaftsmediation hemmen? Oder ist es möglich mit vielfältiger Fachkompetenz (der MediandInnen, der BeraterInnen, der ExpertInnen und/oder der MediatorInnen) Lösungen zu erarbeiten, auf die keine/r ohne den /die andere gekommen wäre?
Ein Blick in die Literatur und ein Abgleich mit Fällen aus der Praxis


