Erfolgsarchiv

1. Entwicklung des forum Mediationsguide

In einer Reihe von internen (nur für Mitglieder de forum wirtschaftsmediation zugängig) Jour Fixes wurde die erste österreichische Mediationsordnung erarbeitet, die Ende April 2008 der Öffentlichzkeit präsentieert wurde

2. Tagung impuls 2006 im Schloss Miller Aichholz

Wirtschaftsmediation Konfliktlösungsansatz bei kontroversen  Ansichten im Geschäftsalltag

forum wirtschaftsmediation diskutierte mit Vertretern verschiedener Branchen und Interessensvertretungen.
Unter dem Motto  „impuls 2006 – Wirtschaftsmediation im Spannungsfeld von Menschen, Organisationen und Gesellschaft“  hat das forum wirtschaftsmediation Ende letzter Woche Entscheidungsträger aus Unternehmen unterschiedlicher Branchen zu einer Fachtagung geladen. Neben einer hochrangig besetzten Podiumsdiskussion, standen Workshops mit konkreten Beispielen aus der Praxis auf dem Tagesprogramm. Ziel war es, etwaige Skepsis auszuräumen und zu vermitteln, was Mediation im wirtschaftlichen Bereich kann. 

Die Ergebnisse  >

3. Jour Fixe Erste Erfahrungen mit dem Behindertengleichstellungsgesetz

Behindertengleichstellungsgesetz
Erste konkrete Erfahrungen

Mediation  - Nutzen für Unternehmer und Betroffene

Diskussion mit Mitgliedern der Bundessozialämter

4. Jour Fixe VIE.mediation

"VIE.mediation.at - ein großes Mediationsverfahren mit großer Wirkung..."

Mit dem Mediationsverfahren Flughafen Wien ist das größte und wohl medienpräsenteste Mediationsverfahren in Europa am 22.Juni 2005 zu Ende gegangen. Wie zu erwarten, gibt es über die Ergebnisse unterschiedliche Auffassungen. Uns MediatorInnen wird bewußt, dass "VIE.mediation" u.a. auch für die weitere Akquisition von Partizipationsverfahren eine wichtige Rolle - im positiven wie im negativen Sinn - spielt. Um den - zum Teil ungerechtfertigten - kritischen Stimmen im Markt sachlich begegnen zu können, veranstaltet das forum wirtschaftsmediation einen Jour Fixe Exclusive für Kolleginnen und Kollegen aus der Branche Umweltmediation / Mediation im öffentlichen Bereich. Ziel ist es, anhand von Hintergrundinformationen geeignete Argumente für die weitere Vertretung der Mediation im Markt zu bekommen

5. Jour Fixe Mediation im Behindertengleichstellungsgesetz

Mediation im Behindertengelichstellungsgesetz
Dr. Peter Adler
 ( Initiator von "Mediation ohne Barrieren")

Am 1.1.2006 tritt das Behinderten-Gleichstellungsgesetz (BGStG) in Kraft.
Es geht um Menschen mit Behinderungen (in Österreich rund 900.000), die sich bei allem, was öffentlich angeboten wird, ausgeschlossen oder behindert fühlen; das können Stufen, zu schmale Türen, zu klein Gedrucktes, Webseiten, die nicht dem Standard entsprechen, oder Durchsagen, die hör- aber nicht sichtbar sind, sein. Es geht auch darum, bei Bewerbungen, Schulungen, Aufstieg im Unternehmen gleich behandelt zu werden. In all diesen Fällen kann bei Verletzung auf Schadenersatz geklagt werden. DAVOR ist beim Bundessozialamt eine Einigung zu versuchen, wo Mediation vorgeschlagen UND VOM BUND BEZAHLT WIRD.

6. Jour Fixe Mediation in KMUs

Studie "Wirtschaftsmediation in Klein und Mittelbetrieben in Österreich"

Diskussion mit Dr. Mario Patera, eingetragener Mediator und Wissenschafter

Die wesentlichen Ergebnisse der KMU-Studie wurden kurz präsentiert, um damit eine Voraussetzung zu schaffen, die anwesenden WirtschaftsmediatorInnen der verschiedenen Herkunftsberufe zu einer Diskussion über diese Ergebnisse und Erfahrungen einzuladen

7. Jour Fixe mit Conny Bischofsberger

Conny Bischofberger
eingetragene Mediatorin und Journalistin

Was unterscheidet die Arbeitsweise von JournalistInnen und MediatorInnen?
Welche Gemeinsamkeiten gibt es auf der anderen Seite?
Inwieweit können beide Berufsgruppen voneinander lernen?

8. Jour Fixe Gruppendynamik und Wirtschaftsmediation

Welches Wissen über Gruppenprozesse braucht eine MediatorIn, welche gruppendynamischen Interventionen sind in der Wirtschaftsmediation zielführend? Unterschiedliche Herangehensweise des Gruppendynamikers im Gegensatz zum Mediator zur Lösung von Konflikten

Mag. Sabine Petsch, eingetragene Mediatorin und Psychologin
und Dr. Gerhard Schwarz, Universitätsdozent für Philosophie und Gruppendynamik

9. Jour Fixe 3 Feuerwehren ein Bauhof

Best Practice Fallpräsentation: 
Mediation in oberösterreichischen Gemeinden - 3 Feuerwehren, 1 Bauhof

Präsentation: Mag. Walter Andreaus, Mediator

10. Jour Fixe Mediation bei Nachbarschaftskonflikten

1 Jahr Zivilrechts-Änderungsgesetz - Mediation bei Nachbarschaftskonflikten

Was hat sich seit der gesetzlichen Verankerung in der Arbeit als Mediatorin in diesem Spezialbereich verändert?
Wie arbeiten Nachbarschafts-MediatorInnen? 
Worauf achten Sie? 
Wo gibt es Erfolge? Wo Grenzen?

Die Referentinnen arbeiten seit einigen Jahren ua. im Bereich Nachbarschafts-Mediation und gaben einen praxisnahen Überblick über ihren Arbeitskontext, ihrer Arbeitsweise und die Vielfalt dieses Spezialgebietes.
Präsentation durch die eingetragenenen Mediatorinnen: 
Dr. Susanna Kleindienst-Passweg, Richterin, 
Beatrice Beyer, INTERkulturLOTSIN, heilpädagogische Fachbetreuerin, 
Daniela Schröter, INTERkulturLOTSIN & akademisch geprüfte Werbekauffrau

11. Jour Fixe Hopes & fears auf Anbieter- und Kundenseite

Best Practice Fallpräsentation: Hopes & fears auf Anbieter- und Kundenseite

Präsentation: DI Hermann Zebisch, Mediator

12. Jour Fixe NLP und Wirtschaftsmediation

NLP und Wirtschaftsmediation

Ein kurzer Einblick in die Theorie des Neuro-Linguistischen Programmierens, in strukturelle Parallelen zur Mediation, sowie in spezielle Anwendungen in der Wirtschaftsmediation
Präsentation: Dr. Claudia Peltz, Mediatorin und NLP-Trainerin

13. Jour Fixe Best Practice

Fallpräsentation: Treue, Trotz und Hoffnungsschimmer

Präsentation: Mag. Gudrun Janach-Wolf, Mediatorin und Coach

14. Jour Fixe Genetische Daten

BürgerInnen-Konferenz "Genetische Daten: woher, wohin, wozu?"

Konsensus-Konferenzen werden in vielen europäischen Ländern als Unterstützung der Politik bei komplexen (meist forschungspolitischen) Entscheidungen eingesetzt. Ein Panel von 12-15 Laien informiert sich an zwei Wochenenden ausführlich zum Thema und befragt an einem dritten Wochenende in öffentlicher Sitzung von ihm selbst ausgewählte Experten. Am Schluss entsteht eine Stellungnahme, die für die Politiker die Position "informierter Laien" widerspiegelt und als Ergänzung zu Expertenmeinungen ihre Entscheidungen unterstützt.

Im Auftrag des Rats für Forschung und Technologieentwicklung hat im Jahr 2003 erstmals für Österreich eine solche Konsensus-Konferenz unter dem Titel: BürgerInnen-Konferenz "Genetische Daten: woher, wohin, wozu?" stattgefunden. Die beiden ModeratorInnen der Konferenz Maria Spindler (Gruppendynamikerin) und Peter Menasse (Kommunikationsberater, Mediator) berichteten über ihre Erfahrungen.

15. Jour Fixe Mediation Flughafen Vöslau

Best Practice  Mediation Flughafen Bad Vöslau

Präsentation: DI Herbert Beyer, Umweltanwaltschaft NÖ

16. Jour Fixe Qualitätssicherung in der Wirtschaftsmediation

Bei der Zukunftskonferenz des forum wirtschaftsmediation im März 2002 hat sich auch eine Arbeitsgruppe zum Thema Qualitätssicherung in der Wirtschaftsmediation gebildet.
Sie erarbeitete einen Entwurf für "Qualitätsrichtlinien", der nun vorgestellt wurde. Alle Interessierten hatten bei diesem Jour fixe die Gelegenheit, sich mit dem Entwurf auseinander zu setzen und mit ihren kritischen Diskussionsbeiträgen zur Endfassung beizutragen.

17. Jour Fixe Das Ende der Eiszeit

Konfliktmanagement und Mediation in Unternehmen

So lautet der Titel eines Buches, in dem der Arbeitskreis "Interne Mediation" die Erkenntnisse seiner intensiven Arbeit demnächst publizieren wird. Vorgestellt wird ein Konzept für die Implementierung von Mediation in Unternehmen, welches aufgrund einer empirischen Untersuchung maßgeschneidert für die Bedürfnisse des Marktes entworfen wurde.
Bereits vor dem Erscheinen des Buches hat ein Team des Arbeitskreises Interne Mediation die wesentlichen Inhalte bei diesem Jour fixe präsentiert.

18. Jour Fixe Krach im Ministerium

Eine ganze Abteilung mobbt den Chef, Politik spielt eine Rolle, Personalpolitik funktioniert schon lange nicht mehr, und das Beamtendienstrecht macht es den Entscheidungsträgern auch nicht gerade leichter. Schließlich wird auch Mediation abgelehnt. Dennoch findet sich ein Weg, das scheinbar unlösbare zu lösen...
Präsentation: Mag. Gerhart Fürst & Mag. Sabine Petsch

19. Jour Fixe Problemfeld Väterkarenz

 - ein Fall für MediatorInnen ?

Nach mehreren einschlägigen Studien würden in Österreich 37 % der jungen Väter gerne in Karenz gehen. Warum nimmt dann nur 1,9 % der männlichen Elternteile Väterkarenz in Anspruch? Durch viele kinderlose Partnerschaften und verspätete Mutterschaft altert und sinkt die Zahl der österreichischen Bevölkerung immer weiter. Die Fertilitätsrate – die Anzahl der Kinder pro Frau – beträgt in der EU 1,5 in Österreich 1,3. Wohin führt es, wenn dieser Trend anhält? Warum geraten Mann und Frau immer mehr in innere und äußere Konflikte wenn es um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf geht? Und welche Rolle spielen dabei die ArbeitgeberInnen ?
Väterkarenz - ein "Fall" für MediatorInnen" ?
Präsentation: Dr. Klara Kotai-Szarka, Dr. Alfred Trendl
Weitere Informationen unter www.vaeterkarenz.at

20. Jour Fixe Spiegelmediation und Geburtswehen eines Teams

  1. Die Spiegelmediation
    Dienstnehmer machen gegen ihren ehemaligen Dienstgeber finanzielle Ansprüche geltend. Ein Gerichtsverfahren ist bereits anhängig, als sich die Betroffenen auf eine "Spiegelmediation" einlassen. Präsentation: Nikolaus Vasak als einer der Mediatoren und Rudolf Patschg als einer der Medianden
     
  2. Geburtswehen eines Teams 
    Ein neu zusammengesetztes Team, frisch übersiedelt, verstrickt sich in Konflikte - und sucht gemeinsam eine Lösung. Präsentation: Barbara Wurz

21. Jour Fixe: Erste österreichische Mediations-Wochen 2002

Die "praktische Phase" des spannenden Pilotprojekts "Erste österreichische Mediations-Wochen 2002"  in Graz und in Wolfsbergist nahezu abgeschlossen. Ein Anlass für die Initiatoren Sascha Ferz & Alexander Lison eine erste Zwischenbilanz über das Projekt zu ziehen, in dem in insgesamt 452 Verfahren Mediation angeboten wurde. Sie präsentierten erste Zahlen, berichteten über Erfahrungen und stellten Probleme zur Diskussion

22. Arbeitskreis Interkulturelle Mediation

Die erfolgreiche Mediation im interkulturellen Kontext sollte einen kultursensitiven Ansatz verfolgen.Der international besetzte Arbeitskreis (Dr. Christine Mattl, Dr. Silvia Michal - Misak, Dr. Ursula König, Mag. Susanne Praschak, Dr. Gudrun Lettmayer, Mag. Andrea Prokop-Zischka,  Mag. Barbara Hammerl und Mag. Barbara Petsch) präsentierte folgende Ergebnisse: Download

23. Arbeitskreis Arbeitsrecht

Der Arbeitskreis "Arbeitsrecht und Mediation" wurde im Jahr 2000 von Henry Goldmann, Richter am Arbeits- und Sozialgericht Wien, mit dem Ziel ins Leben gerufen, den Einsatz der Mediation im Arbeitsrecht voranzutreiben. Der Arbeitskreis "Arbeitsrecht und Mediation" hat die Vision, dass die Mediation im Arbeitsrecht eines Tages zur Selbstverständlichkeit wird und neben den herkömmlichen institutionalisierten Verfahren als ein zusätzliches Instrumentarium zur Konfliktlösung zur Verfügung steht. Bis dahin ist es jedoch noch ein langer Weg.

Voraussetzung für den Einsatz der Mediation in der Arbeitswelt ist zunächst einmal die Konfliktsensibilisierung der Betroffenen. Zahlreiche Studien belegen, dass Konflikte im Unternehmen und die Folgen wie schlechtes Betriebsklima, hohe Fluktuation, Imageverlust, Störung der Informationsflüsse und Arbeitsabläufe, die u.U. sogar zu Problemen mit den Kunden führen, sehr hohe Kosten verursachen. Immer mehr Unternehmer und Personalchefs nehmen Aus- und Weiterbildungskurse in Konfliktmanagement in Anspruch, so dass eine Konfliktsensibilisierung eintritt, die wiederum den Nährboden für die Mediation bilden wird.

Durch die Schaffung der rechtlichen Voraussetzungen entsteht Sicherheit und dadurch die Bereitschaft, sich auf eine Mediation einzulassen. Die Gerichte, die Arbeiterkammer und die Wirtschaftskammer etc. müssen über die Mediation umfassend informiert und eingebunden werden, da diese Institutionen die Möglichkeit hätten, die Mediation als Konfliktlösungsmethode vorzuschlagen. Aber auch die Betroffenen sowohl auf Arbeitgeberseite als auch auf Arbeitnehmerseite müssen über die Mediation und deren Vor- und Nachteile umfassend aufgeklärt werden, so dass sie die Möglichkeit haben, im Falle eines Konflikts auf dieses Instrumentarium zurückzugreifen. Der Betriebsrat hat eine Art Sensorfunktion, da er das Unternehmen in allen Bereichen kennt und weiß wo es Konflikte und Probleme gibt. Im Falle eines Konfliktes könnte er frühzeitig intervenieren und dem Personalchef oder der Unternehmensleitung als geeignete Konfliktlösungsmethode die Mediation vorschlagen.

Der Arbeitskreis sieht sich als Diskussionsforum in dem Mitglieder der Arbeiterkammer, Personalchefs, Betriebsräte, AnwältInnen, MediatorInnen etc. rege und interessante Diskussionen zu Themen wie z.B. über die Rolle der Mediation im Arbeitsrecht, geeignete Fälle, die Qualifikation des Mediators etc. stattfinden, bei der sehr unterschiedliche Meinungen und Standpunkte, je nach Erfahrungen und Tätigkeit vertreten werden. Aber gerade das macht den Diskurs so spannend und interessant und bewirkt, dass verschiedene Standpunkte berücksichtigt werden und man sich mit den unterschiedlichsten Themen auseinandersetzt. Der Arbeitskreis ist aber auch eine Plattform für den laufenden Informationsaustausch, für gemeinsame Aktivitäten und die Erarbeitung von Richtlinien in diesem Bereich.

24. Arbeitskreis Interne Mediation

Der Arbeitskreis "Interne Mediation" hatte sich zum Ziel gesetzt, die Chancen und Risiken von Mediation in Organisationen durch interne (angestellte) oder externe MediatorInnen zu analysieren, zu diskutieren und letztlich ein Konzept für Interne Mediation zu erarbeiten.

Nach zweijähriger Arbeit ist daraus ein Buch entstanden:

Das Ende der Eiszeit: Konfliktmanagement und Mediation in Unternehmen

AutorInnen: Stephan Proksch, Karl Heissenberger, Gudrun Janach-Wolf, Gerald Kastner, Elisabeth Kovarc, Ulrich Königswieser, Sabine Petsch, Daniela Schröter, Gudrun Schubert, Barbara Wurz.
Verlag: Service-GmbH d. Wirtschaftskammer Österreich, Wien, 2004, - ISBN 3-902110-38-4

25. Gründung des Österreichischen Netzwerks Mediation

Juli 2003

Nachdem der Nationalrat im Frühjahr das Zivilrechts-Mediations-Gesetz beschlossen hat, beginnt nun die Umsetzung. Dazu ist es von besonderer Bedeutung, dass die Mediationsszene geschlossen und gut abgestimmt agiert. Dank der "Früherkennung" dieser Notwendigkeit durch unser Mitglied Werner Steinacher und einige weitere Mediationskolleginnen und -kollegen im Jahr 2002, war es möglich, dass alle namhaften Mediationsverbände sich an einen Tisch setzten und an einer Dachverbandslösung arbeiteten.

Das forum wirtschaftsmediation war in diesen Sitzungen meist durch Andrea Prokop-Zischka vertreten, bei der wir uns an dieser Stelle nochmals für ihre Arbeit bedanken wollen.

So ist es gelungen, dass am am 2. Juli 2003 in Wien im Beisein vieler maßgeblicher MediatorInnen das Österreichische Netzwerk Mediation gegründet wurde. Von Vorteil war dabei u.a., dass die "Szene" bereits seit Jahren in der Plattform Mediation eine Kommunikationsebene hatte, auf der - auch über manche Interessengegensätze hinweg - ein hervorragendes Gesprächsklima herrschte. Die Koordination der Plattform Mediation lag bei unserem "emeritierten" Obmannstellvertreter Martin Draxler, dem auch anläßlich der Gründung besonders für diese Vorarbeit gedankt wurde.

Folgende acht Organisationen traten dem Netzwerk als Gründungsmitglieder bei: die Anwaltliche Vereinigung Mediation (AVM), der Verein Co-Mediation (VCM), das forum wirtschaftsmediation, die Gesellschaft für Wirtschaftsmediation (GWM; Wirtschaftstreuhänder), die Gesellschaft für Mediation im Notariat (GMN), der Verein zur Förderung der Mediation (VFM), der Österreichische Berufsverband der PsychotherapeutInnen (ÖBVP) und der Verein Neustart.  Der ÖBM war in die Planung eng involviert und hat an allen Sitzungen teilgenommen. Aus internen Gründen, die hinsichtlich der Mitgliederanzahl und Struktur des ÖBM und möglicherweise überlappenden Aufgaben verständlich sind, hat die Bundessprecherin mitgeteilt, dass der ÖBM im Moment noch nicht dem Netzwerk beitreten möchte. Dies wird aber voraussichtlich zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen und auf jeden Fall wird es weiterhin eine enge Kooperation betreffend die Interessen der Mediation geben.

 Gerhart Fürst wurde eingeladen, namens des forum eines der fünf Vorstandsmandate zu übernehmen. Neben ihm werden Dr. Rose-Marie Rath (Obfrau des Verein Co-Mediation) als Obfrau, Dr. Michael Czinglar (Generalsekretär des AVM), Angelika Habermiler (ÖBVP) als Kassierin und Norbert Koblinger (Verein Neustart) das Österreichische Netzwerk Mediation leiten

 Ab Okober 2005 übernahm Mag Barbara Wurz ebenfalls vom forum wirtschaftsmediation die Funktion von Gehart Fürst.

26. Zukunftskonfrenz

forum wirtschaftsmediation 2006
14. bis 16.3. 2002 auf Burg Schlaining


In Schlaining nahmen 62 Personen aus unterschiedlichen Berufsgruppen und Branchen teil, die alle an der Weiterentwicklung des forum wirtschaftsmediation und der Wirtschaftsmediation an sich mitwirken wollten.

Unter ihnen waren MediatorInnen und Nicht-MediatorInnen, Mitglieder und Nicht-Mitglieder des forum, VertreterInnen aus der Wirtschaft und aus öffentlichen Organisationen. Das Planungs- und Organisationsteam (Gerhart C. Fürst, Hermann Zebisch, Christine Mattl; Sabine Petsch, Stephan Proksch, Carmen Kleinhans) hatte die TeilnehmerInnen nach dem Grundprinzip der Zukunftskonferenz, das gesamte System in einen Raum zu holen, ausgewählt. Die Idee zu dieser Zukunftskonferenz war gemeinsam mit Clemens Stieger entstanden, der mit Bernhard Stieger und Victor Gotwald die Moderation der Veranstaltung übernahm.

Abwechselnd in homogenen (ProponentInnen, Gründungsmitglieder, Mitglieder forum Bundesländer, forum 3. Generation, Consultants, AusbildnerInnen, externe MediatorInnen, Wirtschaft, öffentliche Organisationen) und gemischten Gruppen unternahmen die TeilnehmerInnen einen Rückblick in die Vergangenheit, analysierten die wichtigsten Trends der Gegenwart und fanden Antworten auf die Frage, worauf sie stolz sind, und was sie bedauern - auch an ihrem eigenen Beitrag zum forum und/oder zur Wirtschaftsmediation. Ein Verständnis für die gemeinsame Vergangenheit zu entdecken und die gegenwärtige Situation zu erkennen, war wichtig, um gemeinsame Zukunftsvisionen entwickeln zu können.

Die Ziele waren
Entwurf eines Zukunftszenarios für das forum und die Wirtschaftsmediation in Österreich im Jahr 2006
Zusammenführung unterschiedlicher Sichtweisen und Ideen von Personen, die mit Wirtschaftsmediation arbeiten
"neuer Wind" für das forum und die Wirtschaftsmediation
Entwicklung und Installation konkreter Aktionspläne und Projektgruppen, die aktiv für die Verwirklichung der gemeinsamen Zukunftsvisionen arbeiten

Die Ergebnisse 

Es bildeten sich 8 Arbeitsgruppen, die z.T. bereits sehr konkrete Schritte zur Verwirklichung klar definierter Projektziele erarbeiteten und diese in einer Abschlusspräsentation vorstellten:
"Mythos Mediation" ist ein kritisches Diskussionsforum, das sich mit der sozial(politisch)en Verantwortung der Wirtschaftsmediation auseinandersetzt.

"Allgemeinbildung Konfliktkultur" widmet sich der Notwendigkeit Konfliktkultur auch in Schulen, Beratungsstellen, Unis, Personalabteilungen, Betriebsräten, Seminaren, etc. zu etablieren. Erfolgsstorys sollen motivieren.
"Differenzen" beschäftigte sich u.a. auch mit den "emotionalen Wolken" über der Zukunftskonferenz. Künftig wird sie das Verhältnis zum Forum in offener Auseinandersetzung pflegen. Themen: Abgrenzung des Berufsbilds, Produkte/KundInnen identifizieren, Ethik. 

"Marketing-Maßnahmen" eine sehr konkrete Gruppe, die Kundenkundigkeit (was wissen wir über die Kunden und deren Bedürfnisse?), Kommunikation auf dem Markt und Produkte erarbeiten wird. Es steht bereits ein erster Arbeitstermin fest. 

"Fitting the Forum to the Fuss" hat sich der Idee der Entwicklung eindeutiger Produktbeschreibungen/Produktentwicklung für die typischen Konflikte verschrieben. Es ist geplant, mit der Marketing-Gruppe zusammen zu arbeiten. 

"Unternehmensinterne Mediation" bestand bereits als aktiver Arbeitskreis und wurde von Stephan Proksch für InteressentInnen vorgestellt. 

"Interkulturelle Mediation" beschäftigt sich auch künftig mit Themen wie dem internationalen/interkulturellen Austausch, der Entwicklung von Produkten für interkulturelle Mediation, der Aufnahme von Mediation als Inhalt in interkulturelle Trainings oder der Initiierung interuniversitärer Lehrgänge. Termin für das erste Treffen steht bereits fest. 

"Qualität" will sich v.a. konkret mit Qualitätssicherung und Qualitätsmaßstäben in Ausbildungen und Weiterbildung auseinandersetzen. Was kann man in 3 Wochen/3 Monaten/1 Jahr erreichen? 

"Vernetzung"  Netzwerk als Nutzwerk für Erfahrungs-, Informations- und Gedankenaustausch! Vernetzung der TeilnehmerInnen soll verhindern, dass wichtige Informationen aus den Arbeitsgruppen verloren gehen.

Zusammenfassung 

Materielles Ergebnis:
Installation von 8 Arbeitsgruppen, die sich v.a. folgenden Zukunftsthemen widmen wollen:
Identifizierung der Kunden und deren Bedürfnisse
Produktentwicklung
Qualitätssicherung
Netzwerkbildung
Rolle und Verantwortung der Mediation

Immaterielles Ergebnis:
Die TeilnehmerInnen haben sich als "VorkämpferInnen" für das forum und/oder die Wirtschaftsmediation verstanden – Gemeinschaftsgefühl ist entstanden.
Die Arbeitsgruppen bewirken eine Zusammenarbeit und einen Austausch zwischen Menschen aus unterschiedlichen Berufsgruppen/Branchen/Regionen, die ohne die Zukunftskonferenz wahrscheinlich nicht zustande gekommen wäre.
Es ist durchaus auch so etwas wie eine Aufbruchstimmung bemerkbar gewesen, v.a. aber war die Begeisterung für die Mediation spürbar!

Interessierten wurde in ein Video zur Zukunftskonferenz des forum wirtschaftsmediation zur Verfügung gesellt.

Autorinnen: Susanne Praschak und Sonja Haasse, Dokumentation